Dörenburg: Unterschied zwischen den Versionen

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Nachdem die Grenzfehden mit Tecklenburg aufhörten, verlor die Dörenburg an Bedeutung und verfiel allmählich. Sie fungierte darauf hin als adlig-freies Gut, das vom Rat der Stadt Osnabrück verpachtet wurde. Im Jahre 1810 veräußerte die Stadt das Gut für 2015 Taler an den Präfekturrat und späteren Hofrat Buch. Er erwarb im Jahre 1820 auch die Holzgrafschaft für Hollage von der Stadt. In der Hollager Mark wurde das Gut Dörenburg bei der Markenteilung als Vollerbe angesetzt, während es sonst nur die Gerechtigkeiten eines Halberbes hatte. An Lasten musste das Gut jährlich drei Viertel Roggen an die Wallenhorster Kircheund drei Groschen an die Tecklenburger Domänenkasse geben. Die Größe des Gutes betrug 6 Malter-, 3 Scheffel- und 2 Viertelsaat Land. Die holzgräfliche Abfindung aus der Hollager Mark kam dazu, als ein Waldteil von 7 Malter-, 3 Scheffel- und 3 Viertelsaat Größe. Hofrat Buch verstarb 1833. An ihn erinnert noch heute ein Denkmal.  
Nachdem die Grenzfehden mit Tecklenburg aufhörten, verlor die Dörenburg an Bedeutung und verfiel allmählich. Sie fungierte darauf hin als adlig-freies Gut, das vom Rat der Stadt Osnabrück verpachtet wurde. Im Jahre 1810 veräußerte die Stadt das Gut für 2015 Taler an den Präfekturrat und späteren Hofrat Buch. Er erwarb im Jahre 1820 auch die Holzgrafschaft für Hollage von der Stadt. In der Hollager Mark wurde das Gut Dörenburg bei der Markenteilung als Vollerbe angesetzt, während es sonst nur die Gerechtigkeiten eines Halberbes hatte. An Lasten musste das Gut jährlich drei Viertel Roggen an die Wallenhorster Kircheund drei Groschen an die Tecklenburger Domänenkasse geben. Die Größe des Gutes betrug 6 Malter-, 3 Scheffel- und 2 Viertelsaat Land. Die holzgräfliche Abfindung aus der Hollager Mark kam dazu, als ein Waldteil von 7 Malter-, 3 Scheffel- und 3 Viertelsaat Größe. Hofrat Buch verstarb 1833. An ihn erinnert noch heute ein Denkmal.  


Das Gut ging von ihm über auf den Landwirt Ferdinand Becker aus Pye von dem es der Landwirt August [[Klumpe_Hof|Klumpe]] erwarb. Im Jahre 1803 vergrößerte Clemens August Klumpe die Gebäude. Seine Nachkommen verkauften es im Jahre 1904 an Heinrich Echterhoff, und dessen Tochter verkaufte es schließlich an Heinrich Wulff. Im Jahre 1919 wurde ein Umbau durchgeführt, der das alte Burghaus vollständig veränderte. Die heutige Größe beträgt etwa 4 Hektar.
Das Gut ging von ihm über auf den Landwirt Ferdinand Becker aus Pye von dem es der Landwirt August [[Klumpe_(Hof)|Klumpe]] erwarb. Im Jahre 1803 vergrößerte Clemens August Klumpe die Gebäude. Seine Nachkommen verkauften es im Jahre 1904 an Heinrich Echterhoff, und dessen Tochter verkaufte es schließlich an Heinrich Wulff. Im Jahre 1919 wurde ein Umbau durchgeführt, der das alte Burghaus vollständig veränderte. Die heutige Größe beträgt etwa 4 Hektar.


==Zitierte Literatur==
==Zitierte Literatur==

Version vom 13. März 2021, 14:02 Uhr


Info

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Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Niedersachsen > Osnabrück > Wallenhorst > Hollage > Dörenburg

Einleitung

Geschichte

Hochmittelalter

Spätmittelalter - Ausbau zur Eversburg zum Schutz vor Tecklenburg

Grenzverlauf zwischen Osnabrück und Tecklenburg - mit der Eversburg, 1778

Die Errichtung der Dörenburg zunächst als Wachturm erfolgte wohl im 14. Jahrhundert, vermutlich im Jahre 1397. Später wurde sie zur Dörenburg ausgeweitet, die ihren Namen wohl der Bauerschaft Dörnte in Hollage verdankt, in der sie sich befindet. Ende des 14. Jahrhunderts hatte der Osnabrücker Bischof Dietrich von Horne gegen den Grafen Otto von Tecklenburg erhebliche Kämpfe auszutragen, denn dieser war eine zunehmende Bedrohung für die Stadt Osnabrück geworden, da er der Herr fast aller umliegenden Burgen geworden war. Im Spätmittelalter wurde folglich begonnen eine Landwehr im Nordwesten Osnabrücks als Grenze zur Grafschaft Tecklenburg anzulegen. Dieser Grenzverlauf, ist auch noch in fast unveränderter Form auf der Karte aus dem Jahre 1778 dargestellt; sie zeigt auch den Verlauf der Landwehr.[1] Die Landwehr bestand aus zwei Gräben von je 13 Fuß Breite und einem mit Strauchwerk dicht bewachsenen Wall.

1463 wurde die Dörenburg von den Osnabrücker Bürgern neu befestigt.

Frühe Neuzeit

Reformation und Glaubensspaltung

Die Dörenburg war ein adlig-freies Gut. An die Dörenburg war die Holzgrafschaft über die Hollager Mark geknüpft, die 1504 dem Rate der Stadt durch Engelbert von Langen zu Stockum mit seiner Armenstiftung geschenkt worden war. Das Holzgericht wurde gemeinsam von dem Bürgermeister der Osnabrücker Altstadt und dem Bürgermeister der Neustadt.

Aufklärung

Moderne

Nachdem die Grenzfehden mit Tecklenburg aufhörten, verlor die Dörenburg an Bedeutung und verfiel allmählich. Sie fungierte darauf hin als adlig-freies Gut, das vom Rat der Stadt Osnabrück verpachtet wurde. Im Jahre 1810 veräußerte die Stadt das Gut für 2015 Taler an den Präfekturrat und späteren Hofrat Buch. Er erwarb im Jahre 1820 auch die Holzgrafschaft für Hollage von der Stadt. In der Hollager Mark wurde das Gut Dörenburg bei der Markenteilung als Vollerbe angesetzt, während es sonst nur die Gerechtigkeiten eines Halberbes hatte. An Lasten musste das Gut jährlich drei Viertel Roggen an die Wallenhorster Kircheund drei Groschen an die Tecklenburger Domänenkasse geben. Die Größe des Gutes betrug 6 Malter-, 3 Scheffel- und 2 Viertelsaat Land. Die holzgräfliche Abfindung aus der Hollager Mark kam dazu, als ein Waldteil von 7 Malter-, 3 Scheffel- und 3 Viertelsaat Größe. Hofrat Buch verstarb 1833. An ihn erinnert noch heute ein Denkmal.

Das Gut ging von ihm über auf den Landwirt Ferdinand Becker aus Pye von dem es der Landwirt August Klumpe erwarb. Im Jahre 1803 vergrößerte Clemens August Klumpe die Gebäude. Seine Nachkommen verkauften es im Jahre 1904 an Heinrich Echterhoff, und dessen Tochter verkaufte es schließlich an Heinrich Wulff. Im Jahre 1919 wurde ein Umbau durchgeführt, der das alte Burghaus vollständig veränderte. Die heutige Größe beträgt etwa 4 Hektar.

Zitierte Literatur

  1. Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: Charte von der streitigen Grenze zwischen dem Hochstifte und Fürstenthume Osnabrück und der Grafschaft Tecklenburg. Digitalisat bei Arcinsys, NLA OS K 103 Nr. 4 H Bl. 3.