Karalene (Kreis Insterburg): Unterschied zwischen den Versionen
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* Die Umbenennung des Amtsbezirks Kummetschen in „Amtsbezirk Karalene“ allerdings erfolgte erst am 26. August 1931. | * Die Umbenennung des Amtsbezirks Kummetschen in „Amtsbezirk Karalene“ allerdings erfolgte erst am 26. August 1931. | ||
* Das Dorf '''Karalene''' zählte 1933 insgesamt 406 Einwohner und – nach Eingemeindung der Gemeinde Nausseden (heute nicht mehr existent) zum 1. April 1939 – bereits 520. Kurz zuvor – am 3. Juni 1938 war Karalene aus politisch-ideologischen Gründen (in Abwehr litauischer Sprachanklänge) in „Luisenberg“ umbenannt worden, am 13. September 1938 ebenso der Amtsbezirk. <ref>Hochspringen ↑ Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Insterburg</ref> | * Das Dorf '''Karalene''' zählte 1933 insgesamt 406 Einwohner und – nach Eingemeindung der Gemeinde Nausseden (heute nicht mehr existent) zum 1. April 1939 – bereits 520. Kurz zuvor – am 3. Juni 1938 war Karalene aus politisch-ideologischen Gründen (in Abwehr litauischer Sprachanklänge) in „Luisenberg“ umbenannt worden, am 13. September 1938 ebenso der Amtsbezirk. <ref>Hochspringen ↑ Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Insterburg</ref> | ||
* Heute hat '''Karalene''' nur noch 87 Einwohner (Stand: 14. Okt. 2010). | |||
=== Lehrerseminar Karalene === | === Lehrerseminar Karalene === | ||
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Version vom 1. November 2015, 11:21 Uhr
K a r a l e n e 1938 umbenannt in Luisenberg |
- Hierarchie
- Regional > Russische Föderation > Kaliningrader Oblast > Karalene (Kreis Insterburg)
- Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Insterburg > Karalene (Kreis Insterburg)
- Regional > Russische Föderation > Kaliningrader Oblast > Karalene (Kreis Insterburg)
- Hierarchie
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Einleitung
Karalene (1938–1946 Luisenberg, russ. Seljony Bor / Зелёный Бор, litauisch Karalienė) liegt im Tal der Pissa elf Kilometer östlich der Stadt Insterburg und ist von dort in einem Abzweig von der Nebenstraße über Dwarischken (1938–1946 Eichenberg, russ. Lesnoje) nach Gumbinnen zu erreichen. Die nächste Bahnstation ist Insterburg.
Name
- Wolfshagen (bis 1811)
- Karalene (1811–1938)
- Luisenberg (1938–1946)
Allgemeine Informationen
Karalene liegt am südlichen Rand des Forsts Eichwald. Beim Forsthaus Eichenberg gab es einen Haltpunkt an der Insterburger Kleinbahn nach Kraupischken (ab 1938 Breitenstein).
Zu Karalene gehörte die südöstlich gelegene Gemeinde Nausseden (heute nicht mehr existent).
Politische Einteilung / Zugehörigkeit
Amtsbezirk Karalene/Luisenberg (1931–1945)
Als der Amtsbezirk Kummetschen am 26. August 1931 in „Amtsbezirk Karalene“ umbenannt wurde,
waren acht Landgemeinden eingegliedert. [1]
Name Namensänderung
1938–1946Russischer Name Bemerkungen Bergfriede,
bis 1928: TarpupönenEichenberg,
bis 1928: DwarischkenLesnoje Jessen Solowjowo Karalene Luisenberg Seljony Bor Lenkeitschen Angerbrück Aistowo Nausseden 1939 nach Luisenberg eingemeindet Powehlischken Hoffnungsglück 1939 nach Eichenberg eingemeindet Tarpupp Angermoor
Am 1. Januar 1945 gehörten zum nunmehr in „Luisenberg“ umbenannten Amtsbezirk nur noch
die sechs Gemeinden Angerbrück, Angermoor, Bergfriede, Eichenberg, Jessen und Luisenberg.
Kirchliche Einteilung / Zugehörigkeit
Karalene (ab 1938 Luisenberg) gehörte mit seiner fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung zum Kirchspiel der Lutherkirche in Insterburg und somit auch zum Kirchenkreis Insterburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen. Diese Zugehörigkeit blieb auch, als im Gebäudekomplex des Lehrerseminars eine freistehende Kirche errichtet und am 17. November 1859 eine eigene Pfarrstelle dort eingerichtet wurde. Die Pfarrer waren zugleich Leiter des Seminars. Die Lehrerbildungsanstalt wurde 1924 geschlossen, und damit erlosch auch die Kirche vor Ort, und die Mutterkirche in Insterburg war wieder zentrales Gotteshaus. [2]
Geschichte
- In dem bis 1811 Wolfshagen genannten kleinen Dorf wurde im Jahre 1811 auf Initiative der Königin Luise eine Erziehungsanstalt errichtet, aus der später ein Lehrerseminar erwuchs. [3]
- In Erinnerung an die Königin nannte man den Ort ab 30. November 1811 „Karalene“ (litauisch Karalienė = „Königin“).
- Im Jahre 1815 zählte der Ort 60 Einwohner und wurde 1874 in den Amtsbezirk Kummetschen (heute nicht mehr existent) im Kreis Insterburg eingegliedert. [4]
- Im Jahre 1895 lebten in Karalene bereits 128 Menschen.
- In den Jahren 1903/07 wurde der Gutsbezirk Karalene in den Gutsbezirk Kummetschen eingemeindet, und nur wenige Jahre später – am 1. April 1918 – wurde der Gutsbezirk Kummetschen in die neue Landgemeinde Karalene umgewandelt.
- Die Umbenennung des Amtsbezirks Kummetschen in „Amtsbezirk Karalene“ allerdings erfolgte erst am 26. August 1931.
- Das Dorf Karalene zählte 1933 insgesamt 406 Einwohner und – nach Eingemeindung der Gemeinde Nausseden (heute nicht mehr existent) zum 1. April 1939 – bereits 520. Kurz zuvor – am 3. Juni 1938 war Karalene aus politisch-ideologischen Gründen (in Abwehr litauischer Sprachanklänge) in „Luisenberg“ umbenannt worden, am 13. September 1938 ebenso der Amtsbezirk. [5]
- Heute hat Karalene nur noch 87 Einwohner (Stand: 14. Okt. 2010).
Lehrerseminar Karalene
Heutige Situation
Adressbücher
- Ortsindex der Online-Adressbücher
- Einträge aus Karalene (Kreis Insterburg) in der Adressbuchdatenbank.
Bibliografie
- Volltextsuche nach Karalene (Kreis Insterburg) in der Familienkundlichen Literaturdatenbank
Verschiedenes
nach dem Ort: Karalene (Kreis Insterburg)
Weblinks
Die Datenbank FOKO sammelte und ermöglichte Forscherkontakte. Seit Frühjahr 2018 ist der Zugriff jedoch, aufgrund der unklaren Lage durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), vorerst deaktiviert.
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
<gov>LUIERGKO04XP</gov>
Anmerkungen / Fußnoten
- ↑ Rolf Jehke, Amtsbezirk Kummetschen/Karalene/Luisenberg
- ↑ Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3: Dokumente, Göttingen, 1968
- ↑ Das Lehrerseminar in Selony Bor - Karalene/Luisenberg bei ostpreussen.net
- ↑ Rolf Jehke, Amtsbezirk Kummetschen/Karalene/Luisenberg
- ↑ Hochspringen ↑ Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Insterburg